Wildkorridore

Oberrieden und Winterthur, 11. Juni 2007

Dringliche Anfrage im Kantonsrat betreffend
Wildkorridore

von Ralf Margreiter (GRÜNE) und Lilith Claudia Hübscher (GRÜNE)

Die Bilanz «10 Jahre Naturschutzgesamtkonzept» weist im Kapitel 5.02 auf die Einschränkung des Wildwechsels im Kanton Zürich hin. Das Problem ist seit längerem bekannt und wurde schon mehrfach thematisiert. Es interessieren deshalb die Fortschritte auf diesem Gebiet und der prioritäre Handlungsbedarf. Am Beispiel der Wildschweine lässt sich dieses Thema exemplarisch darstellen. Diese Tierart hat wohl einen verhältnismässig tiefen Artwert, mit seiner Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und der leidigen Tendenz zur Schädigung landwirtschaftlicher Kulturen geniesst diese Tierart hohe Aufmerksamkeit von Seiten der Jäger (auch im Jagdrevier Sanzenberg), des Forstwesens und der Landwirtschaft. Für Wildschweine stellen Flüsse wie der Rhein, die Limmat oder die Reuss kein nennenswertes Hindernis dar. Hingegen bilden Wildzäune entlang der Autobahnen praktisch unüberwindbare Barrieren. 

In diesem Zusammenhang bitten wir den Regierungsrat um Beantwortung der folgenden Fragen:

1.    Wie hat sich der Wildschweinbestand in den vergangenen 10 Jahren, auf Regionen bezogen, entwickelt?

2.    Welche Nationalstrassen verhindern heute einen Wildwechsel der Wildschweine?

3.    Können Regionen bezeichnet werden, die durch einen eingeschränkten Wildwechsel mit höheren Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen betroffen sind?

4.    Inwieweit kann der Bestand der Wildschweine beeinflusst werden, wenn mit zusätzlichen Wildkorridoren die Abwanderung in die Innerschweiz ermöglicht wird?

5.    Welche konkreten Projekte zur Förderung des Wildwechsels (auch für andere Tierarten) sind in den nächsten vier Jahren vorgesehen?

 

 
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