| Überraschende Vielfalt. |
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Neue Zürcher Zeitung, 14. 06. 2010 Experten haben am Wochenende Tier- und Pflanzenarten im Kanton Zürich erfasst. Fundiertes Wissen über Artenbestände und -lebensräume ist die Voraussetzung für gezielte Schutzmassnahmen. Es fehlt jedoch an entsprechenden Forschungsprojekten. Am Samstag und Sonntag haben im ganzen Kanton Zürich Anlässe zum Internationalen Tag der Artenvielfalt stattgefunden. Rund 40 Biologen haben an den Altläufen der Glatt, am Greifensee, am Hörnli im Zürcher Oberland und am Irchel im Unterland während 24 Stunden rund tausend Tier- und Pflanzenarten erfasst. Verbunden war die einmalige Forschungsaktion der Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich mit Exkursionen und Informationsständen für die Bevölkerung. Rund 140 Personen liessen sich trotz wechselhaftem Wetter die Arbeit der Experten zeigen und nahmen an den Exkursionen teil, wie Urs Kuhn, Leiter der Fachstelle Naturschutz, am Sonntagmittag vor den Medien gesagt hat. So warteten rund 30 Personen, darunter viele Kinder, am Samstagabend an der Glatt bei Rümlang auf das Erscheinen der Fledermäuse. Diese lieferten das beste Beispiel dafür, dass sich die Vielfalt der Natur nur mit viel Geduld und genauem Hinsehen entdecken lässt und dass daher unser alltägliches Wissen darüber meist sehr bruchstückhaft bleibt. Das Forschungsprojekt und die Exkursionen sollten zeigen, wie vielfältig die Natur im Kanton tatsächlich ist. Entsprechend lohnend sei deren Schutz, sagte Kuhn. Gerade die Tatsache, dass auch sehr seltene Arten gefunden werden konnten, bedeute eine grosse Verantwortung gegenüber den wertvollen Lebensräumen im Kanton. Dies gilt beispielsweise für die Westliche Keiljungfer, eine Libellenart, die am Wochenende im Kanton Zürich zum ersten Mal festgestellt werden konnte. Mangel an lokaler Forschung |
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