Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft

Pressekonferenz zum 1. Mai, 25. 04. 2007

Lilith C. Hübscher

Am 12. Januar 2007 wurde die kantonale Volksinitiative «Kinderbetreuung Ja!» lanciert.

Heute werden im Kanton Zürich knapp 26 000 Kinder in rund 19 500 Plätzen familienergänzend betreut. Im kantonalen Durchschnitt bieten die Zürcher Gemeinden für jedes neunte Kind einen Betreuungsplatz. In 58 Gemeinden gibt es jedoch kein berufkompatibles Betreuungsangebot für Vorschulkinder.
Dieses Volksbegehren will im ganzen Kanton ein bedarfsgerechtes und qualitativ hochstehendes Angebot an familienergänzenden Kinderbetreuungseinrichungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche aufbauen. So wie es in der neuen Kantonsverfassung (Art. 19, Abs. 2b) festgehalten ist. Und es auch das Volksschulgesetz vorsieht.

Die Realisierung des Angebots erfolgt zusammen mit privaten Anbietern und richtet sich nach Bedürfnissen von Eltern und Kindern in den jeweiligen Gemeinden.
Hier zu investieren lohnt sich auch: Jeder investierte Franken zahlt sich dreimal aus, in Form von Steuererträgen durch die Erwerbseinnahmen oder gesparten Schulkosten oder Sozialbeiträgen. Die Volkswirtschtschaft profitiert nachhaltig davon.

Ich stehe mit den InitiantInnen ein für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für gesunde Staatsfinanzen, für Chancengleichheit (für Kinder und Eltern), für Integration, vor allem auch bei Kindern im Vorschulalter. Mit der Initiative kommen wir diesen Anliegen einen Schritt näher.
2005 wurde die von den Grünen lancierte Initiative mit 67 Prozent der Stimmen angenommen. In der Stadt Winterthur wurde 2006 eine analoge Initiative lanciert. Auf Bundesebene haben Ruth Genner und Jacqueline Fehr Parlamentarische Initiativen zur Kinderbetreuung eingereicht. Mit unserer Initiative Kinderbetreuung Ja bauen wird die Kantonale Brücke von den Gemeinden zum Bund.
Einelternfamilien, Einzelkinder, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder aus reichen Familien, Kinder aus armen Familen, Kinder aus traditionellen Familen, Kinder mit den verschiedensten Hintergründen; sie alle haben ein Recht auf ein Umfeld, in dem sie gedeihen können. Und es liegt in unserem gesellschaftlichen Interesse, ihnen dieses Umfeld zu bieten, denn die Kinder sind unsere Zukunft.

Ausführliche Angaben zur Initiative finden Sie unter www.kinderbetreuung-ja.ch.

Bis Anfang April wurden 2000 übrigens Unterschriften gesammelt, vor allem via Versände. Am 15. April wurde zu einer weiteren Sammelaktion in Zürich und Winterthur aufgerufen, mit dem Ziel, 2000 Unterschriften zu sammeln. Am 1. Mai wird Julia Gerber Rüegg über die Kinderbetreuungsinitiative referieren.

 
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