Idee fixe ums Arch-Areal

Leserbrief 15. 09. 2004

 

«Globus kommt», züngeln die Befürworter. Doch Globus kommt nur, wenn die Leute kommod vom Bahnhofplatz auf ihn zusteuern und der Verkehrsfluss «hintenrum» Slalom und Zick-Zack geht. Denn welcher Kunde wartet schon gern lang an einer lauten und noch viel stärker als heute befahrenen Technikumstrasse? Welche Kundin goutiert vor Eintauchen ins Kauf-Eldorado die schummrige Unterführung? Globus muss spitz rechnen, die Miete ist bei einem Bodenpreis von Fr. 3000.- pro m2 nicht günstig, da muss das Drumherum stimmen. Gut, bei den Personalkosten lässt sich noch sparen – aber lassen wir das.
«Hintenrum» ist für die Verkehrsverbände ACS und VCS wiederum inakzeptabel. Die Blockade nimmt ihren Anfang, Globus kommt nicht und die über 10 000 m2 Verkaufsflächen sind – oje! – nicht anders zu nutzen. Das Projekt «Shoppingcenter» stirbt, wie so viele vor ihm. Oder kommt Discounter Aldi? Aber halt! Der zieht statt Steuerkräftige nur Arme und, ganz anders als good Globus, «massiv mehr Verkehr» an – im Ernst: Je nach Wind wohl gewendet.
Ich stimme Nein, damit das Arch-Areal in Bewegung kommt. Ich will keine Blockade, die sich über Jahre hinzieht, bloss weil einige eine Idee fixe durchstieren und so anderen nur den Rechtsweg übrig lassen. Weniger Hau-Ruck und halt nachholen, was verpasst wurde: Gemeinsam eine konstruktive Lösung finden wie es in Winterthur Tradition ist.  Denn Geld, kalter Klotz, Wirtschaftlichkeit als Selbstzweck führt zu nichts, weder in der Wirtschaft und erst recht nicht in der Politik! Ein Nein zum Verkauf des Arch-Areals weckt – Alternativen gibt es.

Lilith C. Hübscher, Gemeinderätin
 
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