Gefährliche Töss - nicht länger sparen

SR DRS Montag, 07. 11. 2011

Die Töss bei Winterthur soll ihren ursprünglichen Lauf zurückerhalten. Und dank der Renaturierung für Badende wieder sicher werden. Das verlangt das Zürcher Kantonsparlament.

Der Kantonsrat überwies einen entsprechenden Vorstoss von SP, Grünen und CVP deutlich mit 111 zu 54 Stimmen. Nur SVP und EDU hielten nichts vom Begehren. Die Mehrheit war sich darin einig, dass es keinen Grund gebe, die Töss-Renaturierung weiter zu verzögern. Seit 15 Jahren gibt es nämlich schon ein fertiges Konzept des Kantons Zürich dazu.
Sparen am falschen Ort
Handlungsbedarf sehen die Befürworter auch wegen der teils gefährlichen Wasserwalzen, welche bei den Holzschwellen im begradigten Flussbett entstehen. Auch diesen Sommer starb ein Schwimmer an einer solchen Stelle in der Töss. Es wäre deshalb grobfahrlässig, hier zu sparen, sagte etwa die Winterthurer Kantonsrätin Lilith Hübscher (Grüne).

Der Zürcher Regierungsrat muss nun innert 2 Jahren zum Anliegen Stellung nehmen. Schon am Montag kündigte Baudirektor Markus Kägi aber an, besonders gefährliche Schwellen in der Töss, etwa bei Pfungen, bis März 2013 zu sanieren. An weiteren heiklen und gefährlichen Flussabschnitten sollen schon einmal Warntafeln aufgestellt werden. (simd)

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