Die Grünen in Warteposition

Landbote, 08. 04. 2006

LESERBRIEF

«Schulpräsidien unumstritten » 31.3.
Kürzlich war im Zusammenhang mit den Schulbehördewahlen im «Landboten » gar Wundersames zu lesen: «Schliesslich haben wir die Grünen überzeugen können, auf einen weiteren Sitz zu verzichten.» Das Zitat stammt von Stefan Fritschi, Präsident der Interparteilichen Konferenz (IPK)Veltheim,der damit einen satten Versprecher landete,und zwar gerade in zweierlei Hinsicht. Ich stelle richtig: Erstens, nur dank des Verzichts der Grünen kommt es zu Stillen Wahlen. Und zweitens, die Grünen handeln selbstbestimmt und mussten von niemandem überzeugt werden.
Zur Ausgangslage: Nach den Gemeinderatswahlen erhöhte sich der Wähler(innen)-Anteil der Grünen in Veltheim, sie haben darum rechtmässig Anspruch auf einen zweiten Sitz in der Veltemer Schulpflege. Gleichzeitig erlischt der SVP-Anspruch auf deren bisherigen dritten Sitz. In der Tat hätten die Grünen nun ihren Anspruch auf Grund einer valablen Kandidatur ab sofort geltend machen können. Doch sie entschieden anders: Im Hinblick auf die personelle Konstanz,ein wichtiges Qualitätsmerkmal jeder Schulpflege, verzichteten sie auf einen sofortigen Anspruch. Zu behaupten, man habe die Grünen zum Verzicht überzeugen können, würde doch heissen, sich einen falschen Erfolg auf die Fahne schreiben zu wollen. Das freilich wollen wir dem Präsidenten der IPK Veltheim nicht unterstellen. Umso mehr, als er der Meinung ist, dass die Grünen auch dann Anrecht auf eine Kandidatur haben, wenn es auf bürgerlicher Seite zu einem Rücktritt ohne Ersatzperson kommt. Sein Wort in aller Ohr.
Lilith C. Hübscher, Präsidentin Grüne, Stadt und Bezirk Winterthur

 
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